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CATALUNYA_4.2. Was feiert Katalonien am 11. September?

Von Mariarosa Pellicer Palacín
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Español / Spanisch

Am 11. September wird der Nationalfeiertag in Katalonien, die „Diada“, gefeiert. Diese Festlichkeit hat immer einen Protestcharakter. Denn sie erinnert an die Schlacht von Barcelona vom Jahr 1714, die zum Verlust der Autonomie Kataloniens führte.

Der 11. September 1714 ist ein wichtiges Datum in der Geschichte Kataloniens. Der Hintergrundskonflikt war der Erbfolgekrieg der spanischen Krone, in dem die Anhänger von Philipp von Bourbon mit denen von Karl von Österreich kämpften. Die Grafschaften der Krone von Aragonien unterstützten den Erzherzog Karl, der besiegt wurde. Nach dem Sieg von Philipp dem V. von Bourbon erlitten die Anhängerstaaten vom Besiegten eine Einschränkung ihrer Rechte.

Diese Gebiete jedoch widerstanden und nach langem Kampf besetzten Philipps Truppen sie ein nacheinander. Am 11. September 1714, nach Monaten der Belagerung, fand die Schlacht von Barcelona statt, in der viele der Verteidiger der Stadt getötet wurden. Kurz nach dem Sieg der bourbonischen Truppen wurden die katalanischen Institutionen abgeschafft.

Foto: (c) Nolina, 2015. Fossar Moreres, Barcelona.

Im Jahr 1886 startete das Gedenken an den 11. September mit einem Gottesdienst für die Opfer von 1714 in der Kirche von Santa Maria del Mar in Barcelona. Diese gotische Kirche liegt neben dem „Fossar de les Moreres“, wo viele der Verstorbenen während der Schlacht von Barcelona begraben wurden. Im Jahr 1888 wurde ein Denkmal zur Erinnerung an Rafael Casanova errichtet. Er war Bürgermeister von Barcelona im Jahre 1714, verteidigte die Stadt und die katalanischen Institutionen bis zum letzten Moment und wurde während der Belagerung verletzt. Kurz nach seiner Errichtung wurde das Denkmal zu einem Ort für Demonstrationen und Feierlichkeiten des 11. September. Das Denkmal von Rafael Casanova wurde ein Symbol für die Einforderung und für die Verteidigung der katalanischen Institutionen.

Foto: (c) Nolina, 2015. Fossar Moreres, Barcelona.

Foto: (c) Nolina, 2015. Fossar Moreres, Barcelona.

Im Jahr 1914 wurde die „Mancomunitat“ von Katalonien – als erster Institution für Selbstverwaltung nach dem 1714 – einberufen. Wenig Jahre später wurde sie aber während der Diktatur von Primo de Rivera im Jahr 1925 wieder abgeschafft und auch die Feierlichkeiten des 11. Septembers wurden verboten. Weiter: 5.2. Historische Kundgebungen am 11. September in Katalonien // Zurück: 3.2. Wiederherstellung der Autonomie Kataloniens

Beiträge über KATALONIEN
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Beiträge über SPANIEN
Beiträge über SYNKRETISMEN
Beiträge der Sektion INFORME HISPANO
Beiträge der Sektion ARTiLIT (Kulturmagazin)

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR UND LINKS
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Vorschläge für weitere Recherche:

Enzyklopädien:

  • Gran Enciclopèdia Catalana (Katalanisch) (Zugriff 16.08.2015).
  • Diccionari d’Història de Catalunya (1998). Edicions 62. Barcelona. ISBN 84-297-3521-6 (Katalanisch).
  • Deacademic (multilinguale Suche in zahlreichen Enzyklopädien und Worterbüchern).
  • Wikipedia (in zahlreichen Sprachen). Alle Artikel befinden sich dort nicht in allen Sprachen. Außerdem können die Informationen in den verschiedenen Sprachen – je nach jeweiliger Relevanz – sehr unterschiedlich sein.

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