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MÉXICO-USA_8.2. Wirtschaftliche Folgen des Vertrags über freien Handel (TLCAN / NAFTA / ALÉNA)

Von Mariarosa Pellicer Palacín
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Insgesamt wird dem Vertrag angelastet, zu mehr sozialer Ungleichheit zu führen. Denn, obwohl es in Mexiko zu einer Zunahme des Reichtums kam, profitierten davon vor allem aber die sozialen Schichten mit mehr Ressourcen. Die reichen Mexikaner wurden viel reicher und einige sogar wurden zu den reichsten der Welt gezählt.

Ein Bericht von 2014 des amerikanischen CEPR (Zentrum für Wirtschafts- und Politikforschung – Center for Economic and Policy Research) analysiert verschiedene wirtschaftliche und soziale Indikatoren, die in Bezug zur mexikanischen Wirtschaftsentwicklung in den 20 Jahren des Bestehens des Vertrages stehen. Darüber hinaus vergleicht der Bericht diese mit der mexikanischen Wirtschaftsentwicklung davor und mit der der anderen Länder der Region.

Der Bericht bezieht sich auf Quellen des Internationalen Währungsfonds (IWF) über das Wachstum des realen BIP (Bruttoinlandprodukts) pro Kopf in Mexiko im Jahr 2013. Der Bericht stellt fest, dass Mexiko auf Platz 18 der 20 lateinamerikanischen Länder stand, gerade vor Venezuela und Guatemala. Außerdem blieben, nach dem Bericht, die Reallöhne in Mexiko im Jahr 2012 im Bezug auf die des Jahres 1994 wesentlich unverändert. Die Arbeitslosigkeit aber hatte in den Zeitraum zugenommen. Nach Angaben vom mexikanischen INEGI (Nationales Institut für Statistik und Geographie) bliebt aber 2012 der Prozentsatz der Arbeit suchenden Bevölkerung in Mexiko unter 5,50 %.

Daten der mexikanischen staatlichen Agentur CONEVAL (Nationaler Rat der Evolution der sozialen Entwicklungspolitik) zeigen einen allgemeinen Armutindex im Jahr 1994 in Mexiko von 52,4 %. Im Jahr 2012 war er praktisch gleich hoch mit 52,3 %. Dennoch gibt CONEVAL einen Anstieg zwischen 1994 und 2012 von 14,3 Millionen von Armut betroffenen Menschen an. In diesem Zeitraum, laut dem CEPR-Bericht, sank die Armut erheblich in den meisten Ländern Lateinamerikas. Nach Angaben von INEGI nahm die Bevölkerung in Mexiko zwischen 1995 und 2015 um etwa 30 Millionen Menschen zu.

Der Bericht des CEPR verweist zudem auf die Tatsache, dass wenn Mexiko die Wachstumsrate vor 1980 beibehalten hätte, es ein Land mit hohen Einkommen pro Person sein sollte, höher als jene von Portugal oder Griechenland.

Er stellt ferner fest, dass – wegen der Einfuhr von subventionierten US-landwirtschaftlichen Erzeugnissen – 4,9 Millionen mexikanische Bauern zwischen 1991 und 2007 aus ländlichen Regionen auswanderten. Die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft für den Export betrug etwa 3 Millionen. Dem CEPR zufolge bedeutet dies einen Verlust von 1,9 Millionen landwirtschaftlicher Arbeitsplätze.

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Empfehlungen für weitere Recherche / Recomendaciones de búsqueda para ampliar información:
CEPR (Center for Economic and Policy Research – Centro de Investigación en Economía y Política), IWF (Internationaler Währungsfonds), BIP (Bruttoinlandprodukt), Reallohn, INEGI (Nationales Institut für Statistik und Geographie), CONEVAL (Nationaler Rat der Evolution der sozialen Entwicklungspolitik), Wachstumsrate…. / CEPR (Centro de Investigación en Economía y Política – Center for Economic and Policy Research), FMI (Fondo Monetario Internacional), PIB (Producto Interior Bruto), salario real, INEGI (Instituto Nacional de Estadística y Geografía), CONEVAL (Consejo Nacional de Evolución de la Política de Desarrollo Social), tasa de crecimiento…


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