Deja un comentario

ESPAÑA 13.2 – Der Spanische Bürgerkrieg: Streitkräfte und Allianzen auf beiden Seiten

Von Mariarosa Pellicer Palacín
_________________________________________

Texto en español
Text in Spanisch

In vorigen Beiträgen thematisierten wir den soziopolitischen Hintergrund Spaniens im Jahr 1936 und einige Aspekte der Volksrevolution zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs. Hier konzentrieren wir uns auf die Symbiose zwischen dem inneren Konflikt Spaniens und der damaligen internationalen politischen Konstellation.

Wenige Tage nach dem militärischen Aufstand vom 18. Juli 1936 war die erste Phase des Putsches, der eigentliche Aufstand, abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Streitkräfte und die verfügbaren wirtschaftlichen Mittel für den Ankauf von Waffen relativ ausgeglichen auf beiden Seiten.

Die Rebellen verfügten über Bataillone und ranghohe Offiziere auf der Halbinsel und auf den Inseln, über die in Afrika stationierte koloniale Elitearmee und über die Unterstützung von paramilitärischen Organisationen.

Die Republikaner besaßen ein größeres Kontingent an Luft- und Marinestreitkräfte und hatten als Verstärkung der loyalen Truppen die Milizen. Diese setzten sich aus Revolutionären, Zivilbevölkerung und ausländischen Volksfrontunterstützern, die in Spanien lebten oder ausdrücklich dafür kamen, zusammen. Alle hoch motiviert, aber oft fehlte es ihnen an Disziplin und militärischer Ausbildung. Später kamen die Internationalen Brigaden, deren Rekrutierung von der Sowjetunion und der III Internationalen in Paris initiiert wurde.

In Barcelona war für den 19. Juli die Eröffnung der Volksolympiade geplant, sie wurde aber wegen des militärischen Aufstandes am Vortag abgesagt. Viele Athleten blieben trotzdem in der Stadt und schlossen sich dem Volksfrontkampf an. Diese Olympiade wurde als Boykott der Offiziellen einberufen, die in dem Jahr in Berlin, durch die Nazis organisiert, stattfand. In Barcelona war auch die Teilnahme von jüdischen Athleten geplant, die sich weigerten, in Berlin teilzunehmen bzw. dort abgelehnt wurden.

Wenigen Tage nach dem Aufstand bekamen die Rebellen Waffen und technische Unterstützung der Nazis und des faschistischen Italiens von Mussolini. Es sollte aber die nicht nur logistische Unterstützung des Portugals von Salazar nicht unterschätzt werden.

Die Hilfe für die republikanische Seite ließ auf sich warten. Die erste Lieferung militärischer Ausrüstung der Sowjetunion (UdSSR) kam im Oktober 1936, in voller Schlacht von Madrid, an. Mexiko lieferte auch Waffen an die Republikaner. Einige Länder wie die Vereinigten Staaten von Amerika lieferten beiden Seiten kleine Waffenmengen.

Die Kommunisten waren in Spanien eine politische Minderheit und einige betrachteten die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu der UdSSR als Fehler. Einerseits führte dies zu einer Spannungszunahme zwischen Marxisten und Kommunisten verschiedener Zugehörigkeit (Stalinisten, Antistalinisten etc.) untereinander und mit den Anarchisten. Andererseits verstärkte es die internationale Meinung, der revolutionäre Prozess in Spanien sei von den Bolschewisten beeinflusst.

Viele spanische diplomatische Vertretungen im Ausland unterstützten die Rebellen. Dies führte in manchen Fällen zu Beeinflussung der Regierungen der jeweiligen Länder bzw. zu Verspätung oder sogar Verdrehung von Informationen der republikanischen Regierung.

Frankreich hat eine vorherige Waffenlieferungsvereinbarung mit Spanien nicht eingehalten. Sie verkaufte zwar eine gewisse Menge an militärischer Ausrüstung an die Regierung der Republik, behinderte oder verspätete aber teilweise Waffenlieferungen aus der Sowjetunion. Von Frankreich – von einer Volksfront regiert und mit einer für den Konflikt in Spanien stark sensibilisierten Bevölkerung – hätte die republikanische Regierung in Spanien mehr Unterstützung erwarten können. Weiter. Zurück.


Weitere Beiträge über SPANIEN

Beiträge über MÉXICO-USA

Beiträge über SYNKRETISMEN
Beiträge über KATALONIEN
Beiträge der Sektion INFORME HISPANO
Beiträge der Sektion ARTiLIT (Kulturmagazin)

_________________________________________

WEITERFÜHRENDE LITERATUR UND LINKS
_________________________________________

Interesante Links:

  • Mariarosa Pellicer Palacín (2002): Luciérnagas
    Editorial VIS-A-VIA.ISBN 8495982-307.Cubierta

    (c) Nolina 2002

    Spanien im 20. Jahrhundert: eine Annäherung durch Musik bekannter Musiker und Gedichte wichtiger Dichter der Zeit. Geschichte über die Emotionen begreifen. Für Schüler, Studierende und Erwachsene (Muttersprache und Spanisch als Fremdsprache ab B1). Mit Audio-CD (Originalmusik). Zahlreiche Fotografien: Anfang des 20. Jahrhunderts, Bürgerkrieg, Exil, Francozeit, Migration, „Transición“, Studentenkonflikt von 1987, etc. (Spanisch). Editorial VIS-A-VÍA. Inhalt. Leseprobe (aufgerufen am 23.05.2016).

  • Revista Andalucía Educativa (Junta de Andalucía – España) – Rezension LUCIÉRNAGAS (Spanisch) (aufgerufen am 22.06.2016).

Vorschläge für weitere Recherche:

Enzyklopädien:

Deacademic (multilinguale Suche in zahlreichen Enzyklopädien und Worterbüchern).

Wikipedia (in zahlreichen Sprachen). Alle Artikel befinden sich dort nicht in allen Sprachen. Außerdem können die Informationen in den verschiedenen Sprachen – je nach jeweiliger Relevanz – sehr unterschiedlich sein.

______________________________________

Responder

Introduce tus datos o haz clic en un icono para iniciar sesión:

Logo de WordPress.com

Estás comentando usando tu cuenta de WordPress.com. Salir /  Cambiar )

Google photo

Estás comentando usando tu cuenta de Google. Salir /  Cambiar )

Imagen de Twitter

Estás comentando usando tu cuenta de Twitter. Salir /  Cambiar )

Foto de Facebook

Estás comentando usando tu cuenta de Facebook. Salir /  Cambiar )

Conectando a %s

A %d blogueros les gusta esto: